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Datenschutz-Debatte

January 7, 2019

In den Medien gehört es schon fast zur Tagesordnung Nachrichten über unfreiwillig durchgesickerte Daten zu lesen. Die einen ignorieren diese bewusst mit dem Hintergedanken sich als kleiner Fisch im grossen Teich des Internets verstecken zu können, andere wiederum befassen sich vermehrt mit dieser Thematik und machen sich grosse Sorge was in Zukunft noch alles passieren könnte. Wie sich das Sorgenbarometer verändert hat und was hierfür die Gründe sein könnten, soll im nachfolgenden ausdrücklich kurz und knapp sowie basierend auf klaren Fakten ausgeführt werden.

 

Ein Bewusstsein über eine Problematik ist nicht von Grund auf gegeben, sondern entwickelt sich meistens durch Ereignisse die die  Allgemeinheit ausdrücklich wahrnimmt und zu einer Debatte führen. Beispielhaft können hierfür nachfolgende Events herausgestrichen werden: [1]

 

  • Jun. 2013 - Edward Snowden: Veröffentlicht streng geheime Akten des US Geheimdienstes.

  • Feb. 2016 - Apple vs. FBI: Das FBI fordert Apple auf den Zugang zu einem iPhone zu gewähren, um Daten für die Ermittlungen zu sichern.

  • Apr. 2016 - WhatsApp’s Default End-to-End Encryption: Eine End-toEnd Verschlüsselung wird bei WhatsApp implementiert und schützt damit die Kommunikation von einer Milliarde aktiver Nutzer.

  • Apr. 2016 - Burr-Feinstein Anti-Encryption Bill: Vorgeschlagenes Gesetz, welches Technologieunternehmen und Telefonhersteller dazu verpflichten würde Kundendaten bei einem Rechtsfall entschlüsseln zu müssen.

 

Neben der medialen Präsenz verzeichnen jedoch ebenso die effektiv erbeuteten Datensätze jährlich eine Steigerung. Im 2013 durchliefen 600 Millionen individuelle Datensätze den unfreiwilligen Weg ins Internet, 2014 waren es insgesamt 2.4 Milliarden und im 2015 wiederum um die 1.2 Milliarden. [2]

 

Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache und wirken sich unweigerlich auf das Bewusstsein von digitalen Konsumenten aus. So stieg die Anzahl der Personen die sich mehr Sorgen über ihre digitale Privatsphäre machen als im letzten Jahr zwischen 2015 bis 2016 um 45%.  Ganze 74% haben aufgrund dieser Tatsache sogar ihre Online Aktivitäten zum Schutze ihrer Privatsphäre eingeschränkt. Wie in der Abbildung 1 dargestellt ist der Anteil an Personen die überhaupt keine Sicherheitsbedenken haben mit 4% stark in der Minderheit, die klare Mehrheit ist zumindest etwas oder sogar sehr besorgt. [3]

 

Abbildung 1: Diagramm Besorgnis Datenschutz

 

Die grössten Bedenken der Konsumenten können in vier übergeordneten Gefässen zusammengefasst werden. Zum einen handelt es sich hier um den Datenverkauf, den Datenspeicher (Aufbewahrungszeit, Aufbewahrungsort etc.), den Zugriff auf diese Daten und die Möglichkeit aus den erfassten Daten individuell identifiziert werden zu können.

Die Abbildung 2 stellt die bedeutendsten Bedenken anhand einer 1-5 Skala dar (n-=2062). [4]

 

Abbildung 2: Level der Datenschutzbedenken

 

Einschätzung/Anmerkungen des Autors:

Aufgrund meiner Erfahrungen im persönlichen sowie geschäftlichen Umfeld erachte ich diese hier erfassten Statistiken subjektiv betrachtet als ziemlich optimistisch. Personen in meinem Umfeld machen sich oft kaum oder ungenügende Gedanken über deren persönlichen Datenschutz. Viele publizieren persönliche Daten ohne sich über mögliche zukünftige Auswirkungen bewusst zu sein. Die Gründe für diesen gefühlten Unterschied mögen regionaler Ursache sein (Studie wurde in den USA erstellt) oder könnten aber dem Interpretationsspielraum jedes einzelnen zugeschreiben werden.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht? Sorgt ihr euch persönlich um eure digitale Privatsphäre? Was für Massnahmen trefft ihr? Was müsste man eurer Meinung nach unternehmen um die Situation zu verbessern?

In the tangible world, physical limitations prevent the broad abuse of the law...

 

Should the same laws automatically apply to the digital world where a few lines of code can unlock someone’s entire life?

 

ADAM GHETTI, FOUNDER & CEO OF IONIC SECURITY, 2016

Quellen: 

1. NY Times, CNBC, Reuters, Time, Washington Post, WhatsApp.

2. Breach Level Index; IBM; Govtech.

3. Gigya “The 2015 State of Consumer Privacy & Personalization” report, US respondents, n = 2,000; TRUSTe / National Cyber Security Alliance Consumer Privacy Survey – US, 2016.

4. Altimeter Group, “Consumer Perceptions in the Internet of Things”, 2015. n = 2,062 respondents.

 

 

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